Entfliehen Sie unseren kalten Gefilden auf die Kanaren und lassen Sie sich von der Sonne und von den köstlichen Früchten der Insel Teneriffa verwöhnen. Als Reiseleitung steht Ihnen der Teneriffa erfahrene Fluglehrer Andy Junk zur Seite. Andy fliegt seit 21 Jahren Gleitschirm und hat die Insel 15 Mal als Reiseleiter für Gleitschirmreisen besucht.
08.02.2009 15°° Alle Teilnehmer haben die Insel wieder verlassen und sind gesund und gut erholt in Ihren Heimatorten angekommen. Von Flensburg bis Rosenheim, wünschen wir den Teilnehmern, eine kurze Aklimatisationsphase hier in Deutschland und einen gelungenen Übergang in den Arbeitsalltag und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen.
Börries hat eine schöne Reisebeschreibung abgegeben. Viel Spass beim Lesen und beim Betrachten der dazugehörigen Bilder
Tagebuch eines Fußgängers – mit Andy auf Teneriffa im Januar 2009
Es ist Samstag und immer noch sau kalt in Frankfurt, nicht anders zu erwarten zu dieser Zeit, aber ich sehne mich nach der Sonne und Temperaturen über 15° Celsius, außerdem brauche ich dringend Urlaub nach der vielen Arbeit der letzten Wochen.
Schon länger trage ich den Gedanken mit mir das fliegen zu lernen und so stehe ich jetzt am Flughafen und warte auf meinen Flug nach Teneriffa mit der Hoffnung diesem Traum in der nächsten Woche näher zu kommen.
Einige Wochen zuvor bin ich auf gut Glück in die Röhn gefahren. Ich hatte dort von einer Flugschule fürs Gleitschirm- und Drachenfliegen gehört und wollte mir das, trotz schlechten Wetters, mal anschauen und einfach ein paar Informationen dazu sammeln.
Das ich Drachen- oder Gleitschirmflieger sehen werde hatte ich mir sowieso schon aus dem Kopf geschlagen – die Wasserkuppe lag in tiefem Nebel.
Völlig unbedarft betrat ich die Flugschule Papillion und kam direkt mit Bernd, einem der Mitarbeiter ins Gespräch. Wir unterhielten uns lange und ich erklärte das mich das fliegen interessiert, jedoch keine Ahnung davon habe. Auch über das schlechte Wetter heute und der Wunsch nach Urlaub kam ins Gespräch und so kam Bernd auf die glorreiche Idee, dass ich mich doch mal bei Andy melden könnte.
Andy bietet für die Flugschule Wasserkuppe in den kalten Wintermonaten betreute Gleitschirmurlaube auf Teneriffa an um begeisterten Fliegern, auch in den Zeiten der schlechten Flugbedingungen in Deutschland, das fliegen zu ermöglichen.
Die Idee war geboren. Vielleicht kann ich mich als „Fußgänger“ bei einer der Gruppen anschließen. Somit hätte ich die Chance in der Gruppe das Fliegen und das drum herum kennen zu lernen, also ganz nah am Geschehen dabei zu sein……..und vielleicht könnte ich ja sogar den eine oder anderen Tandemsprung mitmachen.
Das klang zu verlockend und wenige Tage später rief ich Andy an.
Andy war sofort einverstanden und ich meldete mich für die letzte Woche im Januar bei Papillion an um eine Woche lang mit nach Teneriffa zu fliegen.
Schön wenn manche Dinge so unkompliziert funktionieren.
Nun stehe ich hier, nach ungeduldigem Warten auf den Urlaub und das Ungewisse, im Terminal in Frankfurt und warte auf meinen Flieger in die Sonne. Unruhig schaue ich mich um ob ich vielleicht schon Leute mit großen Rucksäcken und ihren Gleitschirmen entdecke. Nichts, nur eine elend lange Schlange vor dem Schalter mit Pauschalreisenden nach Fuerteventura und Teneriffa. Das sieht nicht nach dem großen Abenteuer, das ich mir erhoffe aus. Egal, wird schon werden denke ich mir.
In Teneriffa Süd angekommen, die gleichen Massen von Urlaubern die Ihr Glück an den geschützten Pools der großen Hotels suchen, keine Anzeichen von den großen Abenteurern der Lüfte. Also erst einmal den Shuttle ins Hotel suchen und weiter hoffen.
Das Hotel ist riesig. Ich checke ein und frage mich wie ich Andy hier wohl finden soll, immerhin weiß ich ja noch nicht einmal wie er aussieht. Egal – wird schon klappen. Koffer aufs Zimmer und dann mal die Lage checken.
Wenig später sehe ich ein T-Shirt mit dem Aufdruck „fliegen ist schön…..“ auf der Vorderseite und „….Gleitschirmfliegen ist schöner“ auf der Rückseite. Das sieht verheißungsvoll aus und wenige Momente später zeigt mir der Träger des T-Shirts einen Mann mit einem frischen Cocktail an der Bar. Ich habe Andy gefunden…….
Kurze Begrüßung und ich stelle mich als den „Fußgänger“ vor. Dann geht es auch schon zum Essen, denn es ist gleich 20:15 Uhr und somit unser zugewiesenes Zeitfenster für die Nahrungsaufnahme im Hotelrestaurant. Die anderen haben schon gegessen (ihr Zeitfenster lag bei 18:45) aber wir werden uns nach dem Essen zu dem ersten Briefing für morgen und Vorstellung der Gruppe treffen.
Wir sind eine bunte Gruppe unterschiedlichster Leute. Wer hätte das gedacht, Flieger kommen aus allen Bereichen und sind nicht nur abenteuerlustige Draufgänger.
Diese Clichè-Schublade mache ich lieber gleich wieder zu, denke ich mir.
Es folgt eine kurze Vostellungsrunde der bisher eingetroffenen Teilnehmer (einige Teilnehmer kommen morgen erst an) und wir bekommen einen Überblick über die Insel mit Ihrer Wetterlage und den möglichen Start und Landeplätzen der Insel die wir in den nächsten Tage besuchen werden. Trotz meines ungewöhnlichen Status als „Fußgänger“ fühle ich mich sofort integriert und ich schnuppere die ersten Eindrücke eines Gleitschirmfliegers.
Genaue Kenntnis des vorherrschenden Wetters und die geographische Situation vor Ort sind Pflichtprogramm wenn man sicher und verantwortungsvoll fliegen will.
Der Plan für den nächsten Tag ist erst einmal der Besuch des „Hausbergs“ in der Nähe des Hotels und dann, je nach Wetterlage, später zu dem höheren Startplatz bei Ifonche.
Müde aber voller Erwartung trennen wir uns und sind gespannt auf den morgigen Tag.
Sonntag
9:15 Uhr ist Abfahrt. Wir sind gestärkt von einem ausgiebigen Frühstück und voller Erwartung.
Vor dem Fliegen kommt die Erkundung des Landeplatzes. Wie ich in den nächsten Tagen lernen werde, ein unerlässliches Muss vor jedem Start.
Andy erklärt uns die Besonderheiten des Platzes mit Windrichtung, Hindernissen, Art der Landeeinteilung, etc. Auch welches Stellen für eine eventuelle Notlandung am besten geeignet sind gehen wir durch.
Erst nach diesem ausführlichen Briefing geht es hoch zum Berg.
Die Gruppe hat ausgeladen und bereitet sich für den Flug vor. Ich fahre den 9-sitzer zurück zum Landeplatz und schaue mir das Spektakel von unten an.
Andy fliegt als erster los um von unten aus die anderen bei der Landung über Funk zu unterstützen. Die ersten Flüge sind kurz aber jeder ist gut gestartet und gelandet und die Vorfreude und Spannung auf weitere Flüge liegt in der Luft.
Ich bin begeistert, so nah war ich noch nie dabei.
Da zur Mittagszeit die Thermik stark zunimmt und das fliegen zu gefährlich wird machen wir eine Pause im Hotelpool um uns am Nachmittag, bei ruhigerer Luft, in größere Höhen zu wagen.
Es geht nach Ifonche. Schon vom Startplatz aus kann man sehen, dass dieser Berg spektakuläre Flüge verspricht. An schroffen Felswänden entlang kann man, bei guten Bedingungen bis zum benachbarten Tafelberg, dem „Conde“, herüberfliegen und stundenlang in der Luft bleiben.
Bisher kann ich davon natürlich nur träumen, aber den anderen beim Start und den dazugehörigen Vorbereitungen zuzuschauen, dabei die unglaubliche Landschaft zu erleben, ist auch so schon großartig.
Leider können an diesem Nachmittag nicht alle starten, da der Wind plötzlich dreht.
Die verbliebenen Flieger fahren also mit mir wieder runter zum Landplatz und wir sammeln den Rest der Gruppe ein.
Auch wenn heute nicht alle von Ifonche aus starten konnten sind alle zufrieden mit diesem ersten Flugtag und ich habe schon wieder etwas gelernt: um sicher zu fliegen muss man sich mit der Natur auseinandersetzen und auch mal einen Flug sausen lassen wenn die Bedingungen nicht stimmen.
Nach dem Essen gibt es wieder das nun übliche Briefing für den nächsten Tag und eine Zusammenfassung in Bildern und Film von den gemachten Flügen inklusive einer Analyse von Start und Landung aller Teilnehmer.
Die letzten 2 Flieger sind nun auch zu uns dazu gestoßen. Ab jetzt ist die Gruppe komplett.
Montag
Wir fahren noch einmal zum „Hausberg“ damit auch die „Neuen“ erst einmal die Möglichkeiten haben sich einzufliegen.
Ein Freund von Andy ist in der Zwischenzeit mit einem zweiten Auto eingetroffen und Andy beschließt kurzerhand mit mir den Tandemschirm vom Hotel zu holen.
Danach geht es wieder rauf nach Ifonche.
Ich werde etwas nervös……kann es sein, dass ich heute schon mit in die Luft komme. Schon lange habe ich davon geträumt, aber jetzt wo es ernst wird werden meine Beine etwas weich. Zum Glück gibt es nun aber kein zurück mehr. Was hätte ich sonst verpasst!!!
Als die anderen der Gruppe gut gestartet waren ging es auf einmal ganz schnell. Schon war ich gut in das Gurtzeug verpackt und mit Andy fest verbunden. Dann ging es auch schon los. Ein paar Schritte und wir waren in der Luft.
Unglaublich………was soll ich sagen. Es war grandios. Was ich teilweise vorher vom Startplatz aus gesehen hatte war nur ein Bruchteil der ganzen Schönheit dieser Landschaft. Steile Felskämme mit schroffen Spitzen und Kanten, mit Ihren zerfurchten Höhlen und Vorsprüngen direkt neben uns. Weit unten das Meer und die winzigen Häuser. Und ich sitze da in der Luft und lasse mich von Andy fliegen.
Mit noch zittrigen Händen versuche ich Filmaufnahmen und Fotos zu machen. Ich bin begeistert, auch wenn mir das Rütteln der Thermik noch etwas zu schaffen macht.
Fast eine Stunde sind wir in der Luft und kreisen uns an den Steilhängen entlang.
Mit einer Abstiegsspirale bauen wir später Höhe ab und fliegen in Richtung Landeplatz.
Wieder auf festem Boden kann ich kaum glauben was ich da eben erleben durfte aber ich weiß schon jetzt, das will ich wieder machen.
Selbst beim Briefing am Abend bin ich noch ganz benommen und beim anschauen meiner verwackelten Filmaufnahmen und Bilder lasse ich dieses Erlebnis noch einmal Revue passieren.
Ein toller Tag geht zu ende, unvergesslich und einmalig.
Montag 26. Januar 2009
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Dienstag 27.01.2009 Wir fahren wieder nach Ifonche. Die Bedingungen sind optimal. Wir sind die ersten am Startplatz und alle starten zu Ihrem ersten Flug an diesem Tag. Bei der Fahrt im Auto zum Landeplatz höre ich von Andy über Funk, dass er auf dem benachbarten Tafelberg „Conde“ topgelanded ist. Es verspricht für alle Flieger ein guter Tag zu werden.
Dienstag 27.01.2009 Beim zweiten Flug bin ich wieder dabei. Es währe übertrieben zu behaupten, dass dieser Start schon viel routinierter für mich abgelaufen währe, allerdings bin ich erstaunt wie viel gelassener ich diesmal bin. Ich werte das als ein gutes Zeichen und freue mich auf den Flug.
Wieder geht es vorbei an der schroffen Felsformation, wobei wir mächtig Höhe gewinnen und so rüber fliegen können zum „Conde“ dem Tafelberg. An der steilen Felswand schrauben wir uns hoch bis über das Hochplateau, fantastisch dieser Ausblick. Andy und ich sind als erste gestartet aber mit der Zeit finden sich alle Flieger beim „Conde“ eine und fliegen gemeinsam an diesem beeindruckenden Berg.
Landen tun wir diesmal an dem Strand in der nähe des Hotels, nach einem unvergesslichen Flug über die Stadt.
Unter den neugierigen Blicken der letzten Strandgäste packen wir die Schirme zusammen und gönnen uns das verdiente Landebier.
Was für ein Tag. Fast alle Flieger waren über 2 Stunden in der Luft.
28.01.09 - Los Realejos Uli Müh und Andreas Derksen fliegen heute den längsten Flug ihrer bisherigen Karriere mit 3h 18min und 3h 2min! Gratulation!
Mittwoch 28.01.2009Der Wind hat gedreht und heute geht es deshalb in den Norden der Insel und wir fahren nach Corona. Die Landschaft ändert sich. Die Berge und Täler werden grüner und anstelle von Kakteen und Geröll eröffnen sich unseren Blicken grüne Berghänge und schwarze Strände.
Der Startplatz liegt an einem steilen Hang und bietet die Möglichkeit zum stundenlangen soaren, wenn nur der Wind aus der richtigen Richtung käme.
Wir warten wieder und hoffen, dass der Wind dreht. Eine lokale Flugschule ist auch da, jedoch packen die Schüler nach einer Weile ihre Schirme wieder ein und fahren davon. Kein gutes Zeichen denken wir uns. Andy jedoch ist weiterhin guter Dinge und so verharren wir noch an dem Startplatz.
Und siehe da, der Wind dreht langsam in die richtige Richtung und frischt auf. Sofort kommt Bewegung auf und die Schirme werden startbereit gemacht.
Was dann kommt lässt sich in wenigen Worten sagen, jedoch kaum beschreiben: stundenlanges fliegen am Hang entlang, dicht über den Dächern eines kleinen Bergdorfes und der Vegetation an der Hangkante. Dazu immer die wunderschöne Aussicht ins Tal und über das Meer.
Bis zu 3 Stunden an einem Stück wird geflogen. Für viele der längste Flug in ihrer Laufbahn als Flieger.
Auch ich komme wieder in den Genuss und soare mit Andy lange über Dächer, Bäume, Strand und Wiesen und werde so schon der hohen Kunst des Gleitschirmfliegens näher gebracht. Erneut ein absolutes Highlight in meiner noch so jungen Fliegerkarriere, die eigentlich ja noch gar nicht begonnen hat.
Heute ist wirklich jeder voll auf seine Kosten gekommen und somit rundet das wohlverdiente Landebier, in einer etwas surrealen Kneipe am Landeplatz, einen perfekten Flugtag ab.
Marc und der Teide.
29.01.2009 Die Teilnehmer und unser Marc,etingchef von der Wasserkuppe fliegen heute zweimal aus 2300 m (Inzana) bei blauem Himmel nach Puerto de la cruz ans blaue Meer. Bei so viel blau am Tag sind abends alle nüchtern ;-)
Donnerstag 29.01.2009 Ich schlafe aus und lasse den Tag ruhig angehen. Während die anderen wieder in den Norden fahren um von 2400m bis an die Küste zu fliegen, nutze ich den Tag um zu lesen und die letzten Tage Revue passieren zu lassen.
Viele neue Eindrücke werde ich aus Teneriffa mit nach Hause nehmen und noch lange an den Erinnerungen zehren, da bin ich mir sicher.
Eines weiß ich aber ganz genau: ich werde es wieder tun. Das Fieber hat mich gepackt und wird mir wohl keine Ruhr mehr lassen. Ich nehme mir fest vor dieses Jahr den Schein fürs Gleitschirmfliegen zu machen.
Am Samstag wird es wieder zurück ins kalte Frankfurt gehen.
Gerne würde ich noch länger bleiben, jedoch weiß ich, dass ich mit vielen, vielen guten Erinnerungen und frohen Herzens zurück fliegen werde - nun ist es an der Zeit alleine fliegen zu lernen.
Die Chance und das Glück hier dabei gewesen sein zu können war für mich als Neuling die beste Möglichkeit zu sehen was Gleitschirmfliegen bedeutet und was alles dazu gehört. Ich habe viel gelernt über das Fliegen selber, aber auch über die Wichtigkeit die Bedingungen, wie Wetter und geographische Besonderheiten, richtig einschätzen zu können um sicher zu fliegen.
Ein großes Dank noch einmal an Andy und die Flugschule Papillion, die mir auf diese Weise einen einzigartigen Einblick in das Gleitschirmfliegen ermöglicht haben.
Thanx and…….see you up in the sky.
Im Gänsemarsch von 2300 m runter zum Meer. Abgleiterflugzeit 30 min.
Resumee der letzten Wochen:
Die 10 Piloten flogen in den 14 Tagen in 8 verschiedenen Fluggebieten mehr als EINHUNDERTFÜNFZIG Flugstunden.
Lutz aus Berlin fliegt 24 Stunden. Sein Kommentar: Endlich richtig traumhaft Fliegen
Arthur aus Braunschweig fliegt 19 Stunden. Sein Kommentar: Mehr als man jemals erwarten kann.
Peter aus Berlin fliegt 14 Stunden. Sein Kommentar: Einfach nur schöne Wochen.
Christian aus Bayreuth sein längster Flug über 2,5 Std. Sein Kommentar: Unglaubliche Riesenflüge
Peter aus Unnafliegt seine erste Thermik und ist begeistert. :-)
Weitere Kommentare und Bilder folgen !
Reisebeschreibung Teneriffa 2008
Die Teilnehmer kommen zu Wort !
Statements der Teilnehmer der Teneriffawoche vom 19.01.-26.01. 2008
Jürgen Hamburg
Dank Andys unnachahmlicher Art und seinem unermüdlichen Einsatz, haben wir tolle und schöne Flüge erlebt. Nichts ist unmöglich!
Wilfried Neustadt/Saale Eine Woche bei sommerlichen Bedingungen in beeindruckender Landschaft Flüge erleben ist schon etwas Besonderes. Das eigene Können verbessern durch Andys Hilfe war toll. Ich freue mich besonders noch eine Woche hier bleiben zu können. Hoffentlich ohne Flugschneisen ins Gemüsebeet zaubern zu müssen. Ein Dankeschön an die gesamte Gruppe für den Zusammenhalt und das hilfsbereite Verhalten.
Andreas Braunschweig Dank unendlich vielen Startplatz Möglichkeiten kann man fast bei jeder Wetterlage fliegen.
Sepp Bamberg Viele neue Erkenntnisse über Start und Landeplätze mitgenommen. „Gute Führung und Tricks vermittelt“
Stefan Bamberg Durch sein langjährige Erfahrung auf der Insel, konnte uns Andy auch an Tagen, die fliegerisch eher ungeeignet waren, an Startplätze bringen die fliegbar waren.
Axel Stuttgart Sonne, Wind und mehr… Eine tolle Woche mit Andy, Boris & Co. – wer wollte, der konnte hier viel mitnehmen.
Christina Fulda Eine Woche Andy- das waren abwechslungsreiche – Tage mit Sonnenaufgängen auf 2000 Metern überm Meer. Picknickkorb im Tandemflug und Landungen im Salatfeld – Danke für die lehrreiche und schöne Woche.
Reisebeschreibung der Teneriffareise vom 24.11. – 08.12.2007
Es wurde an jedem der 14 Tage geflogen. Zumeist ging es thermisch am Startplatz Taucho der den Piloten neben einem riesigen Startplatz mehrere Landeplätze auf dem Weg zum Meer offen lässt. Wer am weissen Sandstrand landet, dem wurde von Sabrina an der Strandbar leckeres und erfrischendes zu fairen Preisen an den Tisch gebracht. Für die ambitionierten Streckenpiloten ist der Weg über die Barancos frei und der Flug über Ifonche, Rocce Imoque zum Conde und zurück eine schöne Tagesaufgabe. Da entlang der Strecke überall ausreichend Landeplätze zur Verfügung stehen, ist auch für den angehenden Streckenpiloten ein ausreichendes Sicherheitspolster für die ersten Streckenflüge vorhanden. Da alle Piloten über Funk verbunden sind ist auch das Abholen nie ein Problem gewesen.
Highlight der Reise war sicherlich der Flug vom Sternenobservatorium Inzana (2300m) runter zum Meer. Bei diesem Flug sind wir bereits in der früh um 6:00 gestartet, um den malerischen Sonnenaufgang am 3700m hohen Vulkan Teide aus nächster nähe betrachten zu können. Der Flug selber dauert auch ohne Aufwind länger als eine halbe Stunde und endet in Puerto de la Cruz am schwarzen Vulkanstrand.
Natürlich sind wir auch wieder in Las Teresitas geflogen. Dieser Startplatz auf nur 150m über dem Palmenstrand ist besonders zum Soaren im laminaren Hangaufwindband geeignet und wird immer wieder gerne verlangt.
Beim Flug in Corona und Icod de los vinos haben wir auch den ältesten Baum der Insel besucht. Der Drachenbaum mit einem Alter von mehr als 1000 Jahren und der dort angelegte Park ist immer einen Abstecher wert. Beide Fluggebiete haben uns schöne Flüge im thermischen Hangaufwind ermöglicht.
Da wir in Puerto de Santiago unter gebracht waren, durfte natürlich der Flug in Tameimo und über die schönen Felsen von Los Gigantes nicht fehlen. Die Motorschirmpiloten flogen sogar weiter bis zur Masca Schlucht und sind dort in 1800m über den Wolken mit Blick auf den Teide mit einem einmaligen Panorama belohnt worden. Obligat natürlich wie in jedem Jahr auch die Motorschirmflüge über die kilometerlangen Sandstrände des Südens bis in den traumhaften Sonnenuntergang.
Nachtleben in Los Cristianos und Las Americas wurde nach den erlebnisreichen Flugtagen nur selten verlangt. Die meisten sanken doch nach dem Abendessen in Ihre weichen Kissen. Die unermüdlichen konnten das Tanzbein bis in die frühen Morgenstunden im El Faro schwingen und der ein oder andere legte gezwungener Maßen dadurch am nächsten Morgen eine Badetag ein.
Als wir nach 14 Tagen die Heimreise antreten mussten und dem 22° warmen Meer den Rücken zudrehen sollten, kam doch bei manchem der Gedanke nach einer Verlängerung in den Kopf geschossen. Die Vernunft hat dann doch alle in den Flieger getrieben und wir konnten planmäßig die Insel wieder verlassen.
Die Ureinwohner Teneriffas waren die hochgewachsenen, meist blondhaarigen Guanchen, die archäologischen Funden nach bereits 3000 - 1000 vor Christus hier erstmals siedelten.
500 - 200 vor Christus trafen Siedler aus Nordafrika auf Teneriffa ein, die das atlkanarische Königreich der Guanchen vorfanden.
Im 14. Jahrhundert werden die kanarischen Inseln durch Spanier, Portugiesen und Genuesen geplündert.
Im 15. Jahrhundert macht Kolumbus Entdeckungsreise die Kanarischen Inseln zur letzten europanahen Station. Teneriffa wird durch die Spanier erobert, aus den Ureinwohner und den Eroberern entwickeln sich die heutigen Bewohner Teneriffas, die Tinerfenos.
Im 17. und 18 Jahrhundert versuchen englische Admiräle mehrfach vergeblich Teneriffa zu erobern.
Seit dem 19. Jahrhundert entwickelt sich der Tourismus auf Teneriffa.
Während viele an den Stränden im Südwesten der Insel (Costa Adeje, Playa de las Américas) Sonne tanken wollen, schätzen andere die unzähligen Wanderwege der Insel (Teide-Nationalpark, Anaga-Gebirge, Teno-Gebirge) oder die vielen Sportangebote (von Golf bis Paragliding). Doch auch kulturell und architektonisch hat Teneriffa vieles zu bieten, die spannende Historie des Archipels hat an vielen Orten ihre Spuren hinterlassen.
Das Touristenzentrum des Nordens ist Puerto de la Cruz. Obwohl die Stadt stark verbaut ist mit Hotel- und Appartment-Anlagen, lohnt sich ein Besuch der Altstadt und des kleinen Hafens: schöne, ursprüngliche Gässchen und ein Fischereihafen, der an die frühere Bedeutung Puertos als Hafenstadt erinnert, versprühen einen gewissen Charme. An der Meerespromenade steht die kleine weiße Kapelle San Telmo, wenige Meter entfernt lädt ein kunstvoll gestaltetes Meerwasserschwimmbad zum Baden und Entspannen ein.
Vielen Dank auch an unsere Journalisten, die mit Ihren zahllosen Berichten im Internet den Charme und Liebreiz der Kanarischen Insel Teneriffa beschreiben und mit Ihrem unentgeltlichen Engagement dazu beitragen, das auch immer mehr Gleitschirmflieger den Unterhaltungswert der Insel für Ihre Sportart erkennen.
Wir möchten auch in der Zukunft diesen Einsatz honorieren und werden die besten Passagen, talentierter Autoren, hier unserem fliegendem Publikum vorstellen.
Fazit: Im Norden volle Strände :-) Landungen unproblematisch :-) Landungen am leeren Strand des Südens oft mit blauem Zettel der Policia Locale verbunden ;-)
Die Teilnehmer Teneriffa 4 2008
Die Teilnehmer Teneriffa 3 2008
Lutz startet zum 3 Stundenflug
Uli Stararchitekt von www.pos4.de Ulis Kommentar:Super Lerneffekte
Arthur landet in Puerto de la cruz
Tandemflug in los vino
Tandemstart in Ifonche
und fliegen über den Conde
Christian auf BG in Icod 2,5 Std.
Startvorbereitungen
Joachim Schröder auf one
Am Teide
gemeinsamer Abendflug
Christian Storath schaut Lutz beim Start in Icod am 25.11.08 zu